KI-Agenten · Angebots-Agent
Angebots-Agent: Anfrage lesen, Angebot entwerfen — Ihr Vertrieb gibt frei
Ein Angebots-Agent nimmt Ihrem Vertrieb die Vorarbeit ab: Anfrage und Lastenheft auswerten, vergleichbare frühere Angebote finden, Positionen und Texte vorbereiten. Was rausgeht, entscheidet weiterhin ein Mensch.
Ausgangslage
Das Problem im Alltag
Eine Anfrage kommt per Mail, mit einem PDF-Lastenheft von vierzig Seiten, einer Zeichnung und der Bitte um ein Angebot bis Freitag. Jemand im Vertriebsinnendienst liest alles durch, markiert die Anforderungen, sucht im ERP nach einem ähnlichen Auftrag von vor drei Jahren, fragt in der Konstruktion nach, kopiert Textbausteine aus einem alten Angebot und passt sie an.
Das ist Fachkräftezeit für Sucharbeit. Und es skaliert nicht: Wenn fünf Anfragen gleichzeitig kommen, warten vier. Manche Anfragen werden gar nicht erst angeboten, weil niemand die Zeit hat, das Lastenheft gründlich zu lesen. Und das Wissen, welches frühere Angebot als Vorlage taugt, steckt oft in den Köpfen von zwei, drei erfahrenen Leuten.
Ablauf
Was der Angebots-Agent konkret tut
Anfrage erfassen
Der Agent liest die eingehende Anfrage aus dem Postfach oder einem Ablageordner — Mailtext, Lastenheft, Anhänge.
Anforderungen herausziehen
Er listet die Anforderungen aus dem Lastenheft strukturiert auf: Mengen, Werkstoffe, Toleranzen, Normen, Termine, Lieferbedingungen. Jede Zeile mit Verweis auf die Stelle im Dokument.
Lücken und Widersprüche markieren
Fehlt eine Angabe, widersprechen sich Zeichnung und Text oder steht eine ungewöhnliche Vertragsklausel drin, landet das auf einer Rückfragenliste.
Vergleichbares finden
Er sucht in früheren Angeboten und Aufträgen nach ähnlichen Fällen und zeigt, was damals angeboten wurde — und ob daraus ein Auftrag wurde.
Entwurf schreiben
In Ihrer Angebotsvorlage: Positionen, Leistungsbeschreibung, Textbausteine. Preise übernimmt er aus Ihren Preislisten oder dem ERP; wo kein Preis hinterlegt ist, bleibt das Feld offen und markiert.
Übergabe an den Vertrieb
Der Entwurf landet bei der zuständigen Person, mit Quellenangaben und Rückfragenliste. Sie prüft, ändert, ergänzt — und gibt frei.
Anbindung
Angebundene Systeme
- ERP
- Artikelstamm, Preislisten, frühere Aufträge und Angebote
- CRM
- Kundenhistorie, Ansprechpartner, laufende Verkaufschancen
- SharePoint oder Netzlaufwerk
- Vorlagen, Datenblätter, Zertifikate, Referenzbeschreibungen
- Eingehende Anfragen und Anhänge
Meist reichen zwei bis drei gute Quellen für den Anfang. Welche bei Ihnen führend sind, klären wir im Workshop.
Die Freigabe bleibt beim Menschen
Der Agent bereitet vor, Ihr Vertrieb entscheidet. Kein Angebot verlässt das Haus, ohne dass jemand es gelesen und freigegeben hat. Wer welche Angebote freigeben darf, legen Sie fest — so, wie es heute auch geregelt ist.
Was der Agent bewusst nicht tut
- Er kalkuliert nicht. Preise, Rabatte und Margen bleiben bei Vertrieb und Kalkulation. Der Agent übernimmt hinterlegte Preise und markiert, was fehlt.
- Er sagt keine Liefertermine zu. Termine hängen an Ihrer Fertigung, nicht an einem Sprachmodell.
- Er verschickt nichts. Der Versand bleibt ein bewusster Schritt Ihres Teams.
- Er erfindet keine Angaben. Was er nicht in Ihren Unterlagen findet, kennzeichnet er als offen, statt es zu raten.
Auf Wunsch im eigenen Haus
Kalkulationen und Kundenanfragen gehören zu den Daten, die viele Unternehmen nicht in eine fremde Cloud geben wollen. Der Angebots-Agent kann deshalb vollständig auf Ihren eigenen Servern laufen. Dann verlässt kein Lastenheft und kein Preis Ihr Netz — weil der Aufbau es nicht zulässt, nicht weil es in einem Vertrag steht.
KI im eigenen HausEinstieg
So starten Sie
Erstgespräch, 30 Minuten, kostenlos
Wir klären, ob ein Angebots-Agent bei Ihnen der richtige Anfang ist.
Workshop
Ein Tag bei Ihnen im Haus. Wir sehen uns Ihren Angebotsprozess an einem echten Fall an: Wo geht Zeit verloren, welche Daten gibt es, wer gibt frei?
Der erste Agent
Wir bauen ihn auf Ihren Daten, Ihr Team testet ihn an realen Anfragen.
Den Angebots-Agenten betreiben wir in unserem eigenen Betrieb. Die Bausteine stehen also — was sich bei Ihnen unterscheidet, sind Vorlagen, Begriffe und Freigaberegeln.
Häufige Fragen
Fragen zum Angebots-Agenten
Kalkuliert der Agent auch die Preise?
Nein. Er übernimmt Preise, die in Ihren Preislisten oder im ERP hinterlegt sind, und markiert jede Position ohne Preis. Die Kalkulation bleibt bei den Menschen, die dafür verantwortlich sind.
Funktioniert das mit unserer Angebotsvorlage?
Ja. Der Agent schreibt in Ihre bestehende Vorlage, mit Ihren Textbausteinen und Ihrer Gliederung. Ihre Kunden merken keinen Unterschied in der Form — nur, dass das Angebot schneller kommen kann.
Was passiert bei unvollständigen Lastenheften?
Dann erstellt der Agent eine Rückfragenliste: welche Angaben fehlen, wo sich Zeichnung und Text widersprechen, welche Klauseln auffallen. Die können Sie direkt an den Kunden weitergeben.
Welche Daten braucht der Agent?
Frühere Angebote, Preislisten, Produkt- und Leistungsbeschreibungen. Je sauberer die früheren Angebote abgelegt sind, desto besser die Vorschläge. Wenn die Datenlage für einen guten Agenten nicht reicht, sagen wir Ihnen das im Workshop — bevor Sie in einen Agenten investieren.
Ersetzt der Agent unseren Vertriebsinnendienst?
Nein. Er nimmt ihm die Sucharbeit ab, damit mehr Zeit für das bleibt, was ein Mensch besser kann: die technische Bewertung, das Gespräch mit dem Kunden, die Entscheidung.
Weitere Agenten
Andere Aufgaben, dieselben Bausteine
Service-Agent
Durchsucht Handbücher, Tickets und gelöste Fälle und schlägt Ihrem Serviceteam Lösungen vor.
AnsehenWissens-Agent
Beantwortet Fragen aus Ihren eigenen Dokumenten — mit Quelle, und jeder sieht nur, was er darf.
AnsehenSales-Agent
Bereitet Kundentermine vor, fasst Gespräche zusammen und entwirft Follow-ups — Ihr Vertrieb gibt frei.
AnsehenWie viele Anfragen bleiben bei Ihnen liegen?
Im Erstgespräch klären wir in 30 Minuten, ob ein Angebots-Agent bei Ihnen passt. Kostenlos und ohne Vorbereitung.